Tracce di Sassi

Werner Stucky

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Tracce di Sassi

Werner Stucky

Anbaugebiet:
Schweiz / Tessin IGT
Rebsorte(n):
Merlot
Ausbau / Herstellung:
Barrique
Grösse Jahrgang Preis
  75cl 2016 40.00 CHF 40.00

Jahrgang 2016
Die Aromen erinnern an dunkle Beeren, Steinfrüchte, geröstete Mandeln, Tabak und Kaffee. Am Gaumen erfreut ein elegant gebauter Körper mit einem zart anmutenden Tanninmantel, gestützt von einer bekömmlichen Säure mit mineralisch ausklingenden Konturen. Ein finessenreicher, tiefgründiger, eleganter Merlot.

Diese subjektive Wahrnehmung kann sich aufgrund der Lagerzeit verändern.

Genusstemperatur ist ca. 18° C

Werner Stucky

In den 1980iger Jahren gehörte Werner Stucky (im Bild mit Sohn Simon) zu den jungen, stürmischen Winzern, die sich aufmachten um die Welt des Merlot zu revolutionieren. Der ausgebildete Weintechniker aus Zürich kaufte damals den steilen Rebberg Casa Cima, hoch über der Magadinoebene, mit über 30-jährigen Rebstöcken. Als einer der ersten Tessiner Winzer überhaupt, baute er Merlot im Barrique aus und hob seine Weine damit schlagartig auf Weltklasse-Niveau. Heute führt er die Cantina del Portico in Rivera zusammen mit Sohn Simon, der die Winzerlehre bei Daniel Huber absolvierte – ebenfalls ein Tessiner Merlot Pionier. Seine subtilen, charakterstarken, langlebigen Rotweine aus Merlot und Cabernet Sauvignon stehen den grossen Vorbildern aus dem Bordeaux in nichts nach. “Ich liebe den Merlot“ – mit dieser Aussage bringt Werner Stucky sein Lebenswerk ganz unspektakulär auf den Punkt.

Dieser Wein ist ein Genuss zu Risotto, Schmorbraten und Grilladen, Ente, Pasta mit Fleisch- oder Gemüsesaucen, Kaninchen mit Polenta und Ziegen- und Schafskäse.

Mediterrane Vegetation, südlicher Lebensstil und eine charmante Landschaft, übersät mit Weinbergen, gehören ebenso zum Tessin wie die Traubensorte Merlot, welche über 2/3 der Tessiner Rebfläche einnimmt. Dabei waren die ersten Weine der Region, die vor rund 2.000 Jahren von den Römern gekeltert wurden, keineswegs aus Merlot. Erst um 1905, nachdem Mehltau und Reblaus die einheimischen Sorten ausrotteten, wurde die Merlot-Rebe aus dem Bordeaux importiert und nach zaghaften Versuchen erfolgreich kultiviert. Der über 500 Meter hohe Monte Ceneri teilt das Tessin sowohl geologisch als auch klimatisch in 2 Regionen: das nördliche Sopraceneri mit seinem feinfruchtigen, leichten Merlot Stil und das südliche Sottoceneri, welche Merlots mit mehr Kraft und Fülle hervorbringt. Fast eigenständig ist das Misox (Val Mesolcina) zu betrachten, das nur weinbautechnisch zum Tessin gezählt wird, politisch jedoch zum Kanton Graubünden gehört. Die vielgerühmten 2.200 Sonnenstunden machen das Tessin für den Weinbau ebenso attraktiv wie für den Tourismus, allerdings steht dem gegenüber auch eine jährliche Niederschlagsmenge von 1.800 mm, was den Winzern vor allem während der Erntezeit regelmässig Probleme bereitet. In den letzten 30 Jahren erlebte der Tessiner Weinbau einen grossen Aufschwung und befindet sich heute auf einem international angesehenen Niveau.

Merlot Die Rebsorte Merlot stammt mit grosser Wahrscheinlichkeit aus Frankreich. Die frühreifen Beeren werden sehr gerne von Vögeln, wie zum Beispiel den Amseln, genascht. Angeblich kommt daher der Name Merlot (französisch Merle für Amsel). In fast allen Weinbauregionen der Welt spielt diese Sorte eine wichtige Rolle. Die Hauptanbaugebiete liegen allerdings in Frankreich und Italien. Bei uns in der Schweiz ist das Tessin bekannt für Merlotweine. Sehr häufig werden die Merlotweine auch als Cuvéepartner für Cabernet Sauvignon verwendet. Weine aus dieser Traubensorte sind meist charmant, dunkelfarbig, mild, vollmundig und weisen ein seidiges Tannin auf.

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